Wie noch bei keinem anderen Projekt ging dem Beschlussantrag für den Neubau einer neuen Schule eine jahrelange intensive Planung/Diskussion mit vorbildlicher Bürgerbeteiligung voraus. Gestartet wurde 2011 mit dem „Stadtspaziergang“, weiter mit Bürgerwerkstätten, die mit zum Entwurf „Plätze“ von Professor Aldinger führten. Folgend wurde eine „OPS-Beirat“ gegründet, der sich intensiv mit dem weiteren Vorgehen beschäftigte und das weiterhin tun wird.  Anschließend mit Architekturwettbewerb, wo sich das Modell von den Architekten MVM und Starke als Sieger hervorgetan hat. Hier auch nochmals größten Dank an die Freiberger Bürger, die sich eingebracht haben, die Schulleitung und Lehrer der OPS, Schüler der OPS, Elternvertretern, Verwaltung und Gemeinderat. Bei solch einem großen Projekt kann ein idealer Prozess nur miteinander bewältigt werden.

In Kürze die Gründe der Freien Wähler für die Zustimmung zum Neubau:

  • Ein „Nein“ bedeutet nicht, dass wir die Ausgaben in Höhe von 81 Mio. € nicht tätigen müssen
  • Eine Sanierung wurde 2015 untersucht. Ergebnis: Kosten für eine Sanierung liegen bei ca. 85 Mio. €.
  • Wie kann es sein, dass ein ca. 40 bis 50 Jahre altes Gebäude abgerissen werden muss? Erklärung: in den 70-er Jahren wurde ein Baustil angewendet, der eine Bausubstanz hinterlässt, die nicht erhaltenswert, bzw. marode ist
  • Wir bekommen für einen Neubau höhere Zuschüsse vom Land Baden-Württemberg (20,4 Mio.€) wie wenn wir sanieren würden
  • Eine Weiterentwicklung des Stadtzentrums wäre bei einer Sanierung nicht möglich. Durch den Abbruch der alten OPS und dadurch, dass der Neubau in Richtung Autobahn verlegt wird, stehen im Zentrum ca. 6500 Quadratmeter zur Umgestaltung zur Verfügung. Durch einen Teilverkauf dieser Flächen könnten Grundstückerlöse erzielt werden.
  • Da die alte OPS erst abgerissen wird, wenn die neue bezogen ist, entfällt die bei der Sanierung erforderliche teure Containerlösung.
  • Trotz der Autobahnnähe werden durch den Einbau von Filtern die Immissionsgrenzwerte sicher eingehalten.
  • Die gesetzlichen Bestimmungen des Brandschutzes, der Fluchtwege und die Umsetzung des neuen Bildungsplans (z. B. Inklusion, Ganztagesbetreuung) lassen sich bei einem Neubau besser integrieren (Bei einer Sanierung müssten neue Gebäude an die alte Schule angebaut werden, um den heute geforderten Standard zu erfüllen)
  • Das Raumkonzept erfüllt die Anforderungen an einen modernen Schulunterricht optimal.
  • Neue Baumaterialien, Haustechnik, Gebäudehülle, Solarenergie sprechen für eine große Nachhaltigkeit und längere Lebensdauer des Gebäudes.
  • Nur isoliert die Schulden zu betrachten ist falsch. Für die hohe Investitionssumme bekommt man einen sehr hohen Gegenwert, von dem die nächsten Generationen noch profitieren.
  • Trotz Neubau entstehen viele Freiflächen, auch begrünte Zonen

Mit großer Mehrheit wurde der Baubeschluss vom Gemeinderat mitgetragen. Bei allen Unwägbarkeiten stellt dies eine große Chance dar, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen. Wir freuen uns über eine Weiterentwicklung unseres Zentrums, das 1972 begann und wir heute positiv verändern dürfen. Nutzen Sie als Freiberger Bürger bitte weiterhin die Chance, sich an diesem Prozess zu beteiligen.


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